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Lexikon für digitale und analoge Fotografie sowie Bildbearbeitung
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96 Begriffe
Kategorie Kamera & Objektiv 96
A
Der Abbildungsmaßstab beschreibt das Größenverhältnis zwischen Motiv und seinem Abbild auf Sensor oder Film.
AF-C stellt die Fokusdistanz kontinuierlich nach, solange der Autofokus aktiv ist.
AF-S fokussiert einmal und hält die ermittelte Fokusdistanz, solange der Fokusvorgang nicht neu gestartet wird.
Eine asphärische Linse weicht von der einfachen Kugelform ab und kann mehrere Abbildungsfehler gezielt korrigieren.
Astigmatismus ist ein optischer Fehler, bei dem Strukturen unterschiedlicher Orientierung nicht in derselben Ebene scharf abgebildet werden.
Augen-AF erkennt Augen im Bild und legt den Fokus automatisch auf das ausgewählte Auge.
Die Auslöseverzögerung ist die Zeit zwischen dem Auslösebefehl und der tatsächlichen Aufnahme.
Autofokus ist das automatische Scharfstellen der Kamera auf ein Motiv mithilfe von Sensoren im Kamerabody.
B
Back-Button-Focus trennt die Autofokus-Aktivierung vom Auslöser und legt sie auf eine Taste an der Kamerarückseite.
Das Bajonett ist die mechanische und elektronische Schnittstelle zwischen Kameragehäuse und Objektiv.
Physikalisch bedingter Schärfeverlust bei sehr kleinen Blendenöffnungen durch Lichtbeugung an den Blendenlamellen.
Bildfeldwölbung bedeutet, dass die Ebene maximaler Schärfe gekrümmt statt vollkommen flach ist.
Der Bildsensor wandelt einfallendes Licht in elektrische Signale um und bildet damit das digitale Äquivalent zum Film.
Ein Bildstabilisator gleicht kleine Verwacklungen der Kamera aus und ermöglicht so schärfere Aufnahmen bei längeren Zeiten.
Technische Systeme, die Verwacklungen bei der Aufnahme ausgleichen und so schärfere Fotos ermöglichen.
Der Bildwinkel beschreibt, wie groß der von Kamera und Objektiv erfasste Ausschnitt einer Szene ist.
Die Blende regelt, wie viel Licht durchs Objektiv auf den Sensor fällt, und beeinflusst zugleich die Schärfentiefe.
Bokeh beschreibt die ästhetische Qualität der Unschärfe im Hintergrund oder Vordergrund eines Fotos.
Kreisförmige oder polygonale Unschärfe-Flecken, die punktuelle Lichtquellen außerhalb der Schärfeebene im Bokeh erzeugen.
Die Brennweite eines Objektivs bestimmt den Bildwinkel und damit, wie viel von einer Szene auf dem Foto sichtbar ist.
C
Chromatische Aberration zeigt sich als farbige Säume an Kontrastkanten, verursacht durch unterschiedliche Lichtbrechung im Objektiv.
Farbfehler, bei dem unscharfe Bereiche vor und hinter der Schärfeebene farbige Säume in Violett und Grün zeigen.
Farbfehler an Objektiven, bei dem sich Farbsäume vor allem am Bildrand zeigen, weil Lichtfarben seitlich versetzt fokussiert werden.
Der Crop-Faktor beschreibt das Größenverhältnis eines Sensors zum Kleinbildformat und beeinflusst den effektiven Bildwinkel.
D
E
ED-Glas besitzt besonders geringe Dispersion und hilft, chromatische Aberration zu reduzieren.
EFCS startet die Belichtung elektronisch und beendet sie mit dem mechanischen zweiten Verschlussvorhang.
Die Eintrittspupille ist das durch die vorderen Linsengruppen gesehene virtuelle Bild der Blendenöffnung.
Ein elektronischer Sucher zeigt ein vom Sensor erzeugtes digitales Vorschaubild.
Beim elektronischen Verschluss wird die Belichtung ohne bewegliche Verschlussteile über die Sensorauslesung gesteuert.
Die Entfernungsskala am Objektiv zeigt den fokussierten Abstand und bei älteren Objektiven den Schärfentiefe-Bereich zur eingestellten Blende.
F
Objektivfilter sind optische Zusatzelemente vor der Linse, die Licht, Farbe oder Kontrast gezielt beeinflussen.
Fluorit besitzt sehr geringe Dispersion und eignet sich zur Korrektur chromatischer Abbildungsfehler.
Focus Bracketing erzeugt eine Bildserie mit schrittweise verschobener Fokusebene.
Focus Breathing bezeichnet eine sichtbare Änderung des Bildwinkels beim Verstellen der Fokusdistanz.
Focus Peaking markiert kontrastreiche, vermutlich scharfe Kanten farbig im Livebild.
Focus Shift ist eine Verschiebung der tatsächlichen Schärfeebene beim Ändern der Blende.
Ein Fokusbegrenzer beschränkt den Autofokus auf einen definierten Entfernungsbereich.
G
Gegenlicht bezeichnet Aufnahmesituationen, bei denen die Lichtquelle hinter dem Motiv aus Richtung der Kamera einfällt.
Eine Gegenlichtblende (Streulichtblende) reduziert seitlich einfallendes Streulicht und schützt die Frontlinse.
Mehrfach auftretende, meist polygonale Lichtreflexe im Bild, die durch interne Reflexionen zwischen Linsenelementen entstehen.
Ein Graufilter reduziert gleichmäßig die einfallende Lichtmenge, ohne die Farben zu verändern.
H
I
K
Das Kleinbildformat (24 × 36 mm) ist das historische 35-mm-Filmformat und die Referenz für heutige Vollformat-Digitalsensoren.
Koma ist ein Abbildungsfehler, bei dem punktförmige Lichtquellen außerhalb der Bildmitte kometenartig verzerrt erscheinen.
Kontrast-AF sucht die Fokusposition mit maximalem lokalen Bildkontrast.
Ein Kreuzsensor erkennt Phasenunterschiede in zwei senkrecht zueinander stehenden Orientierungen.
L
Lens Flare bezeichnet Lichtreflexionen und Streulicht im Objektiv, meist verursacht durch direktes Gegenlicht.
Die Lichtstärke eines Objektivs wird durch seine größte verfügbare Blendenöffnung beschrieben.
Live View zeigt das aktuelle Sensorbild in Echtzeit auf Display oder elektronischem Sucher.
M
Nahaufnahmefotografie, bei der kleine Motive stark vergrößert und detailreich abgebildet werden.
Makrofotografie zeigt kleine Motive in starker Vergrößerung, meist im Abbildungsmaßstab von 1:1 oder größer.
Beim manuellen Fokus stellt der Fotograf die Schärfe selbst über den Fokusring oder elektronische Bedienelemente ein.
Ein mechanischer Verschluss begrenzt die Belichtungszeit mit beweglichen Lamellen oder Vorhängen.
Eine Messsucherkamera nutzt einen mechanischen oder elektronischen Sucher mit gekoppeltem Entfernungsmesser statt Spiegel oder Display.
Spiegellose Kamerabauweise ohne Klappspiegel, bei der der Sensor permanent dem Licht ausgesetzt ist.
Ein Kamera- und Sensorformat größer als Kleinbild/Vollformat, bekannt für hohe Detailauflösung.
Motiverkennung identifiziert Motivklassen wie Menschen, Tiere oder Fahrzeuge und unterstützt die automatische Fokussierung.
MTF beschreibt, wie gut ein optisches System Kontrast bei unterschiedlich feinen Strukturen übertragen kann.
N
Der kürzeste Abstand, aus dem ein Objektiv noch scharf fokussieren kann.
Ein neutralgraues Filter, das die einfallende Lichtmenge reduziert, ohne die Farben zu verändern.
Ein Objektiv, dessen Brennweite dem menschlichen Sehempfinden am nächsten entspricht.
O
Ein Objektiv bündelt einfallendes Licht mithilfe mehrerer Linsen und projiziert ein scharfes Bild auf den Sensor.
Ein Objektivadapter ermöglicht es, Objektive mit einem anderen Bajonett an einer spiegellosen Kamera zu nutzen.
Objektivvergütungen reduzieren Reflexionen an Glasflächen und verbessern Kontrast sowie Lichtdurchlass.
Ein optischer Sucher zeigt das Motiv über einen direkten optischen Lichtweg statt über ein Display.
P
Ein Pentaprisma richtet das Sucherbild einer Spiegelreflexkamera seitenrichtig und aufrecht aus.
Phasen-AF bestimmt Fokusfehler über die Phasenlage von Lichtstrahlen und kann Richtung sowie Korrekturweg ableiten.
Ein Filter, der störende Reflexionen reduziert und den Himmelkontrast verstärken kann.
S
Die Schärfeebene ist die räumliche Ebene im Motiv, die vom Objektiv scharf auf den Sensor projiziert wird.
Die Schärfentiefe beschreibt den Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt, der noch als ausreichend scharf gilt.
Ein Schlitzverschluss belichtet das Bild mit zwei Vorhängen direkt vor Sensor oder Film.
Das lichtempfindliche Bauteil einer Digitalkamera, das einfallendes Licht in ein digitales Bild umwandelt.
Die physische Größe des Kamerasensors und der daraus resultierende Umrechnungsfaktor für den Bildwinkel.
Bei einer Serienaufnahme nimmt die Kamera mehrere Bilder unmittelbar hintereinander auf.
Sphärische Aberration entsteht, wenn Lichtstrahlen aus unterschiedlichen Zonen einer Linse nicht exakt im selben Fokuspunkt zusammentreffen.
Eine spiegellose Systemkamera (DSLM) verzichtet auf Spiegel und optischen Sucher – das Bild kommt direkt vom Sensor auf Display oder EVF.
Eine Spiegelreflexkamera (SLR/DSLR) nutzt einen Klappspiegel, der das Motiv optisch durch den Sucher zeigt.
Unerwünschte Aufhellung oder Lichtflecken im Bild, die durch Reflexionen von Streulicht innerhalb des Objektivs entstehen.
Das Bauteil einer Kamera, durch das der Fotograf den Bildausschnitt vor der Aufnahme betrachtet.
T
Ein Objektiv mit langer Brennweite, das entfernte Motive vergrößert und den Hintergrund komprimiert.
Spezialobjektiv, das sich neigen (Tilt) und verschieben (Shift) lässt, um Schärfeebene und Perspektive gezielt zu kontrollieren.
Tracking-AF verfolgt ein gewähltes Motiv über das Bildfeld und passt die Fokusdistanz kontinuierlich an.
V
Der Verschluss steuert, wann und wie lange Licht auf Sensor oder Film fällt.
Optischer Abbildungsfehler, bei dem gerade Linien im Bild gekrümmt statt gerade wiedergegeben werden.
Vignettierung bezeichnet die Abdunkelung der Bildränder oder -ecken gegenüber der helleren Bildmitte.
Ein Sensorformat mit den Abmessungen des klassischen 35-mm-Kleinbildfilms (36x24 mm).
Vollformat bezeichnet Kamerasensoren in der Größe des klassischen 35-mm-Kleinbildfilms, etwa 36×24 mm.
W
Z
Ein Zentralverschluss sitzt meist im Objektiv und öffnet sich lamellenförmig von der Mitte nach außen.
Ein Objektiv mit veränderbarer Brennweite, das flexibel zwischen verschiedenen Bildausschnitten wechselt.
Ein Zoomobjektiv deckt einen variablen Brennweitenbereich ab und lässt sich stufenlos zwischen Weitwinkel und Tele verstellen.
Ein optikloses Verlängerungsstück zwischen Kamera und Objektiv, das den Abbildungsmaßstab für Nahaufnahmen erhöht.
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