Naheinstellgrenze

Der kürzeste Abstand, aus dem ein Objektiv noch scharf fokussieren kann.

Die Naheinstellgrenze bezeichnet den kürzesten Abstand zwischen Motiv und Sensorebene, bei dem ein Objektiv noch einwandfrei scharfstellen kann. Unterschreitet man diesen Wert, kann das Objektiv nicht mehr fokussieren, egal wie sehr man den Fokusring bewegt.

Bei den meisten Standard- und Telezoomobjektiven liegt die Naheinstellgrenze bei 30 bis 100 Zentimetern, während spezialisierte Makroobjektive deutlich näher heranfahren können, oft bis auf wenige Zentimeter an das Motiv heran, um den gewünschten 1:1-Abbildungsmaßstab zu erreichen.

Wer mit einem Standardobjektiv näher an ein Motiv heranfotografieren möchte als die Naheinstellgrenze erlaubt, kann auf Nahlinsen, Zwischenringe oder spezielle Makroobjektive zurückgreifen, um die optische Grenze zu umgehen.