XMP-Sidecars in Lightroom verstehen

Bildbearbeitung am Computer mit Foto auf dem Bildschirm

XMP-Sidecars sind kleine Textdateien neben deinen RAWs. Sie speichern Bewertungen, Keywords und vor allem die Entwicklungseinstellungen — ohne die Originaldatei zu verändern. Wer Presets teilen oder aus Fotos rekonstruieren will, kommt an XMP nicht vorbei.

Was ist eine XMP-Sidecar?

„Sidecar“ heißt Beiwagen: Die Datei fährt neben dem RAW mit demselben Basisnamen, endet aber auf .xmp. Lightroom Classic schreibt Änderungen standardmäßig dorthin (oder in den Katalog — je nach Einstellung). Camera Raw nutzt denselben Standard.

Wo liegen Sidecars?

Typischerweise im selben Ordner wie die RAW-Datei. Verschiebst du nur das RAW ohne XMP, gehen Bewertungen und Edits verloren — oder wirken „wie neu“. Beim Backup und bei der Übergabe an andere Rechner immer beide Dateien mitnehmen.

Was steckt drin?

Neben IPTC/EXIF-Erweiterungen stehen die crs:-Parameter der Entwicklung: Belichtung, Kontrast, Kurven, HSL, Color Grading, Masken-Metadaten und mehr. Genau dieser Block ist die Grundlage für ein Preset.

Tipp Mit dem Preset Extractor kannst du eine Sidecar oder ein Export-JPG laden und die Einstellungen als Preset speichern.

Von Sidecar zu Preset

Ein Preset ist im Kern eine wiederverwendbare Teilmenge derselben XMP-Felder — oft ohne bildspezifische Korrekturen. Sidecar → Preset bedeutet: relevante Werte extrahieren, Datei benennen, in den Preset-Ordner legen.

Praxis-Tipps

  • Sidecars in der Dateiansicht sichtbar machen (nicht ausblenden).
  • Bei Cloud-/Sync-Workflows prüfen, ob XMP mit übertragen wird.
  • Für Presets aus Look-Referenzen: Export-JPG mit Metadaten oder Original-Sidecar nutzen.

Preset Extractor starten