Zonensystem
Das Zonensystem ist eine analoge Methode zur präzisen Belichtungsplanung anhand von zehn definierten Grautonstufen.
Das Zonensystem wurde von Ansel Adams und Fred Archer entwickelt und teilt den Helligkeitsumfang eines Motivs in zehn definierte Zonen von reinem Schwarz bis reinem Weiß ein. Jede Zone entspricht dabei einer Blendenstufe Unterschied zur benachbarten Zone.
Fotografen messen mit dem Belichtungsmesser gezielt einzelne Bildbereiche und ordnen sie bewusst einer bestimmten Zone zu, um vorherzusehen, wie diese Bereiche später auf dem Negativ und im Abzug wiedergegeben werden – etwa ob ein Schatten als tiefes, aber zeichnungsreiches Schwarz oder als reines, detailloses Schwarz erscheinen soll.
Obwohl ursprünglich für die analoge Schwarzweißfotografie mit individuell anpassbarer Filmentwicklung entwickelt, beeinflusst das Prinzip des Zonensystems bis heute das Verständnis von Belichtung und Dynamikumfang auch in der digitalen Fotografie.