USM / Unscharfmaskierung
Ein klassisches Schärfungsverfahren, das den Kontrast an Bildkanten gezielt verstärkt.
Die Unscharfmaskierung (englisch Unsharp Mask, kurz USM) ist eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Schärfungsverfahren in der digitalen Bildbearbeitung. Trotz des scheinbar widersprüchlichen Namens erzeugt sie keine Unschärfe, sondern nutzt eine unscharfe Kopie des Bildes, um Kantenkontraste gezielt zu verstärken.
Konkret wird eine weichgezeichnete Version des Originalbildes von diesem subtrahiert, um Kantenbereiche zu isolieren. Dieser Kantenkontrast wird anschließend verstärkt und wieder auf das Originalbild angewendet, wodurch Übergänge an Kanten schärfer und knackiger erscheinen, ohne das gesamte Bild künstlich zu verändern.
In Programmen wie Photoshop oder Lightroom lässt sich die Unscharfmaskierung über die Parameter Betrag, Radius und Schwellenwert fein steuern, um die Schärfung optimal an Bildinhalt, Sensorauflösung und geplante Ausgabegröße anzupassen.