Rollfilm
Ein auf eine Spule aufgerollter Fotofilm, klassisch verwendet in Mittelformatkameras.
Rollfilm bezeichnet fotografischen Film, der lichtdicht auf eine Spule aufgerollt und meist mit einem Schutzpapier versehen ist. Der bekannteste Rollfilmtyp ist der sogenannte 120er-Film, der vor allem in Mittelformatkameras eingesetzt wird und je nach Kameraformat 8 bis 16 Aufnahmen pro Rolle ermöglicht.
Im Gegensatz zu Kleinbildfilmen in lichtdichten Patronen wird Rollfilm offen auf die Spule gewickelt und erst durch das umschließende Schutzpapier vor Lichteinfall bewahrt. Das Einlegen erfordert daher etwas mehr Sorgfalt, da der Film beim Wechsel kurzzeitig ungeschützter dem Licht ausgesetzt ist als bei Patronenfilm.
Wegen der größeren Bildfläche pro Aufnahme liefert Rollfilm im Mittelformat traditionell besonders feine Körnung und hohe Detailauflösung, was ihn bis heute bei analogen Liebhabern und in der Porträt- sowie Landschaftsfotografie beliebt macht.