Langzeitbelichtung
Langzeitbelichtung nutzt sehr lange Belichtungszeiten, um Bewegung als fließende Unschärfe sichtbar zu machen.
Bei einer Langzeitbelichtung bleibt der Verschluss über einen deutlich längeren Zeitraum geöffnet als üblich – von mehreren Sekunden bis hin zu Minuten oder Stunden. Bewegte Elemente wie Wasser, Wolken oder Lichtspuren von Fahrzeugen verschmelzen dabei zu weichen, fließenden Formen, während unbewegte Bildteile scharf bleiben.
Da bereits Tageslicht bei mehrsekündiger Belichtungszeit stark überbelichtet, kommen tagsüber meist Graufilter zum Einsatz, um die Lichtmenge zu reduzieren. Nachts, etwa bei Sternspuren oder Lichtmalerei, reicht oft schon die natürliche Dunkelheit für lange Zeiten.
Ein stabiles Stativ und eine Fernauslösung oder ein Selbstauslöser sind bei Langzeitbelichtungen unerlässlich, da selbst minimale Erschütterungen während der langen Belichtungsdauer die Schärfe beeinträchtigen.