Cross-Processing
Analoge Entwicklungstechnik, bei der Film in der „falschen" Chemie entwickelt wird, um extreme Farbverschiebungen zu erzeugen.
Cross-Processing (kurz „Xpro") bezeichnet das absichtliche Entwickeln eines Films im Chemieprozess einer anderen Filmart – etwa Diafilm im Negativprozess C-41 oder umgekehrt. Da die Entwicklerchemie nicht auf das Filmmaterial abgestimmt ist, entstehen unvorhersehbare, oft sehr kontrastreiche Ergebnisse mit starken Farbverschiebungen, meist in Richtung Grün, Gelb oder Cyan, sowie ungewöhnlich hohem Kontrast.
In den 1990er- und 2000er-Jahren war Cross-Processing ein populärer kreativer Stil in Mode- und Musikfotografie. Digital lässt sich der Effekt über extreme Kurvenmanipulation pro Farbkanal sowie gezielte Sättigungsverschiebungen näherungsweise nachbilden.